24.
Juli
Trauma-Yoga- Therapie-Ausbildung (TYT) – TYT D AM 3-8 FRG – ab Juli 2020
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ganztägig
von Freitag, 24. Juli 2020 bis Samstag, 31. Oktober 2020

Seminardaten der Module 3 bis 8:
AM 3: 24.-26.07.2020, AM 4: 23.-25.10.2020,, AM 5: 19.-21.02.2021, AM 6: 16.-18.04.2021, AM 7: 23.-25.07.2021, AM 8: 29.-31.10.2021

jeweils Fr 18:00-21:15 Uhr
jeweils Sa 09:30-17:30 Uhr
jeweils So 09:30-12:45 Uhr

Akademie der Kulturen NRW: Seminar / Ausbildung /
BILDUNGSURLAUB Nr: TAO13709
Ort: TAO Zentrum Freiburg, Sundgauallee 39, 79114 Freiburg i.Br.

Dozenten: Angela Dunemann, Joachim Pfahl, Regina Weiser, Katrin Funke, Doris Hinze und Barbara Rossow-Schneider
96 UE, 2.100 €, Ermäßigung nach Vereinbarung

Teilnehmerinnen der dreimoduligen Fortbildung (EM, AM1 und AM2) spüren oft den Wunsch, auch die eigenen Verletzungserfahrungen verwandeln und die dadurch entstandenen Einschränkungen auflösen zu können. Wir bieten daher aufbauend auf den drei Modulen noch eine Ausbildung an, die aus sechs weiteren Modulen besteht und in einer festen Gruppe von jeweils zwei Dozenten geleitet wird. Hier besteht die Möglichkeit gemeinsam mit der Ausbildungsgruppe eine eigene Befindlichkeitsstörung oder Einschränkung durch erlebte Schreckenserfahrungen aufzulösen. Die Gruppe als das traumatisierende Ereignis bezeugende und würdigende Gemeinschaft zu erleben, schafft eine tiefe und bereichernde emotionale Neuausrichtung. Teilnehmerinnen, die ein störendes Thema mit der Gruppe oder einzelnen Teilnehmerinnen haben, können in einer Einzel-Supervision mit einem der Dozenten das Thema besprechen. Das kann z.B. die Projektion einer starken Bewertung eigener innerer Anteile auf ein anderes Gruppenmitglied sein, wie in einer Idealisierung, bei der positive Eigenschaften nur in einer Anderen und nicht bei sich selbst gesehen werden können oder abgelehnte und verurteilte Selbstanteile übergroß bei einer anderen Person kritisiert werden.

Daneben wird die Begleitung von Fallbeispielen aus der eigenen beruflichen Praxis angeboten. Es wird erwartet, dass die Teilnehmerinnen sich auch verstärkt selber in die Ausbildung einbringen. Die Kenntnisse aus der Fortbildung werden vertieft und erweitert, so dass die Sicherheit im Umgang mit ungewöhnlichen Situationen wächst. Wir arbeiten prozess- und teilnehmerorientiert: In der Befindlichkeitsrunde viel Raum für innere Prozesse sein, die durch die gemeinsame Arbeit angeregt wurden. Es wird vermehrt zur Partnerarbeit angeregt, da die Spiegelung eigener Prozesse durch eine vertraute Person wachstumsförderlich ist. Im Austausch von Eigen- und Fremdwahrnehmung können feinstoffliche Energien noch subtiler wahrgenommen werden. Der Aufbau der Wochenenden orientiert sich am yogischen Modell der Persönlichkeitsentwicklung, jedes Wochenende hat daher ein Chakra als Schwerpunkt. Die Tage beginnen und enden jeweils mit einer Meditation und/oder Pranayama.

Der Abschluss der Ausbildung kann durch die Videodemonstration einer Gruppensitzung, eine kurze schriftliche Auseinandersetzung mit einem speziellen Thema aus dem Bereich des TSY, eine ausführlichere Übungsfolge mit Begründung einzelner Schritte für eine spezifische Zielgruppe oder eine Falldarstellung mit Schilderung des Problems und dem Ziel des Einzelunterrichts erfolgen. Die Ausbildung befähigt, traumasensibles Yoga sowohl im Einzel- als auch Gruppensetting mit unterschiedlichen Zielgruppen (Geflüchteten, Gefängnisinsassen, Soldaten) zu praktizieren.

Inhalt Aufbaumodul 3 (AM 3) Wurzel-Chakra Erdung, Stabilität, Urvertrauen:
Für dieses erste Wochenende der TYT-Ausbildung werden Übungen und Meditationen ausgewählt, die Sicherheit und Vertrauen in das Leben, die Mitmenschen und sich selbst stärken. In einer Partnerübung wird eine Lebenslinie erstellt, die von der Geburt (evtl. Embryonalzeit) bis zum heutigen Tag reicht. Eine Teilnehmerin schaut aus der Vogelperspektive auf die Aufs und Abs des Lebens. Die Gefühle von damals werden mit wohlwollend bewertungsfreier Achtsamkeit wahrgenommen, ohne sich in sie verstricken zu lassen. Die Partnerin hilft dabei durch Fragen wie: „und dann? Wie ging es weiter?“ Zum Abschluss dieser Übung wird stehend nochmal in einer Gesamtschau das Vergangene gewürdigt und im gemeinsamen Spüren mit der Partnerin erarbeitet: Was sind die Ressourcen? Was hat immer wieder geholfen? Und wo sind noch heute Anhaftungen, die als Trigger das Leben einschränken? Was will nochmal vertiefend gefühlt und gespürt werden? Darauf aufbauend wird empfohlen, ein Ressourcentagebuch zu führen, dass die in der Vergangenheit bereits erworbenen Fähigkeiten durch spezifische Übungen des TSY ergänzt, die im Verlauf der Ausbildung neu entdeckt werden. Mit achtsamer Distanz kann wahrgenommen werden: Mal bin ich gut geerdet und in meiner Mitte und mal verliere ich die Mitte, beides ist da und okay. Die Körperdiagnose wird in einer Demonstration eingeführt. Dabei wird achtsam erforscht, welche Körperpartien gesund durchblutet und lebendig gespürt werden können. Die Übung wird ebenfalls in Partnerarbeit weiter vertieft. Die persönlich unterschiedlichen Wege zu einer guten körperlichen, seelischen und geistigen Verankerung werden immer bewusster und stehen schneller zur Verfügung.

Inhalt Aufbaumodul 4 (AM 4) Flexibilität, Kreativität, Polarität, SchwingungsfähigkeitAufbauend auf der Ruhe und Stabilität des ersten Chakras wenden wir uns an diesem Wochenende den Qualitäten des zweiten Chakras zu, das uns Lebenslust, Neugier und Begegnung Freude schenkt:
Welche Bewegungs-, Atem- oder Bewusstseinsübungen fördern Leichtigkeit, welche können – vor allem nach langem Sitzen – so richtig genussvoll sein? Welche verbessern die Stimmung und Befindlichkeit? Wie kann die Wechselhaftigkeit von Stimmungen und Befindlichkeiten reguliert werden? Wie fühlt sich die Einatmung im Vergleich mit der Ausatmung an, lässt sich der Atem in seinen polaren Strömungen auch genießen? Die Teilnehmerinnen sind eingeladen, individuelle Zugangswege zur Affektregulation zu erforschen und mit der Gruppe zu teilen. Mit achtsamer Distanz kann wahrgenommen werden: Mal bin ich gut gelaunt und mal weniger gut gelaunt und beides ist in Ordnung.

Inhalt Aufbaumodul 5 (AM 5) Handlungsfähigkeit, Wut und Mut, inneres Feuer, Heldentum:
An diesem Wochenende steht das Thema Macht und Ohnmacht im Mittelpunkt. Der persönliche Zugang zur Zwerchfellatmung, einem der wichtigsten Energiezentren, wird achtsam erspürt und geklärt. Opfer-Täter-Verstrickungen können erkannt und gewürdigt werden. Die Teilnehmerinnen erforschen die unterschiedlichen Pranayama Übungen in ihrer Wirkung. Welche sind besonders geeignet, um ein Gefühl von Kompetenz wiederherzustellen. Mit achtsamer Distanz kann wahrgenommen werden: Mal bin ich stark und voller Power und mal sind andere mächtiger als ich und beides ist okay. Anerzogene Prägungen und Muster sitzen in der niederen Bewusstseins Hülle (Manomaya-Kosha). Durch Selbstarbeit bilden wir die höhere Bewusstseins Hülle (Vijnanamaya-Kosha). In der Sprache der Polyvagal Theorie stärken wir den ventralen Ast des Nervus Vagus, die Verbindung von Bauch und Prefrontal-Cortex. Emotionen wie Zorn und Wut sind wichtig, brauchen jedoch eine Richtung und steuernde Kraft. Wofür will ich mich engagieren, wo brennt mein inneres Feuer? In Partnerarbeit können abgelehnte Gefühle in ihrer seelischen und körperlichen Präsenz gewürdigt und für die persönliche Lebensführung genutzt werden. Wut, gepaart mit einem klaren Geist ist eine konstruktive Kraftquelle und stärkt die persönliche Handlungsfähigkeit und Selbstwirksamkeit.

Inhalt Aufbaumodul 6 (AM 6) Selbst- und Fremdliebe im Einklang:
Gut ausgestattet mit den Fähigkeiten der drei unteren Chakren wenden wir uns an diesem Wochenende dem Zentrum der Lebensenergie und Lebensfreude und seinen Verletzungen zu. Das Herz-Chakra baut auf dem Urvertrauen des ersten, der Schwingungsfähigkeit des zweiten und dem Mut des dritten Chakras auf und stellt gleichzeitig eine Schwelle, ein Tor, zu den Qualitäten der drei oberen Chakren dar. Herz und Atem, unsere beiden Rhythmusgeber, sind physisch und energetisch eng miteinander verbunden. Partnerschaft, Freundschaften, Bezogensein auf die Umgebung und Bindungen zu wichtigen Anderen, sowie mögliche Kränkungserfahrungen verlangen nach empathischer Resonanz, um das Selbst-Mitgefühl zu stärken. Die Frage darf auftauchen: Habe ich eine gesunde Balance zwischen Die Welt in mich reinlassen und an mich selber denken? Mit achtsamer Distanz kann wahrgenommen werden: Mal bin ich liebevoll zugewandt bei einer anderen Person und mal brauche ich meine volle Aufmerksamkeit nur für mich. Ein gesundes Herz will und kann sich mit ausreichender Selbstliebe gleichermaßen intensiv einem Anderen öffnen.

Inhalt Aufbaumodul 7 (AM 7) Authentischer Selbstausdruck:
Die Fähigkeit, Scham und Schuld durch Achtsamkeit und Selbstmitgefühl integrieren zu können, schenkt uns das Kehlchakra. Auf der physischen Ebene sorgen wir für die Befreiung von Nacken, Unterkiefer und Stimme. Braucht ein schmerzlich verletzter Eindruck noch einen mutigen Ausdruck, um eine Übereinstimmung von körperlichem, seelischem und geistigem In-der-Welt-Sein möglich zu machen? Mit achtsamer Distanz kann wahrgenommen werden: Heute bin ich fähig, zu allem, was in mir lebt, Ja zu sagen. Die Stimmigkeit auf allen Ebenen des Seins schafft ein Gefühl von Freiheit.

Inhalt Aufbaumodul 8 (AM :heart_eyes: Stirn und Scheitelchakra – Überblick und Gesamtsicht):
An diesem letzten Wochenende blicken wir zurück auf das Erreichte und nehmen wahr, wie jeder Einzelne gewachsen ist und auch die Gruppe sich entwickelt hat. Abschied und Neubeginn – alles ist da und darf sein. Im Stirnchakra vereinen sich all die Fähigkeiten der unteren und mittleren Chakren, es schenkt uns die Fähigkeit, aus These und Antithese eine Synthese zu machen. Auf der physischen Ebene ist dies der Punkt, wo der rechte und der linke Nasenstrom sich zu einem Energiefluss verbinden, weibliche und männliche Perspektiven weisheitsvoll eins werden, links- und rechtshemisphärische Fähigkeiten sich ergänzen. Wechselatmung, Augenübungen und verschiedene Varianten von bifokaler Stimulation helfen zu dem Punkt zu kommen, an dem wir alle heil und vollkommen sind. Intuition und das Erlebnis des Verbundenseins mit Allem was ist im Scheitelchakra wird möglich. Schmerz und Freude, Trauma und posttraumatisches Wachstum bedingen sich gegenseitig, sie gehören zusammen.

Hinweis:
Die gesamte Ausbildung (TYT) besteht aus 9 Modulen (EM und AM 1-8).
Erster Teil der Ausbildung: die Module EM, AM 1 und AM 2 (siehe auch Fortbildung TSY)
Zweiter Teil der Ausbildung: die Module AM3,4,5,6,7,8 – nur als Ganzes aufeinanderfolgend zu belegen.
Die Ausbildung umfasst insgesamt 144 UE, vermittelt an neun 2-3 Tages Seminaren von je 16 UE

Voraussetzungen für die Ausbildung:
der Besuch des Basismoduls (EM) und den Aufbaumodulen (AM) 1 und 2 und
eine mindestens 2-jährige Yogalehrerausbildung oder
eine psychotherapeutische Ausbildung oder
mindestens 3-jährige Berufspraxis in einem Gesundheits- oder sozialen Beruf

Voraussetzungen für den Abschluss der Ausbildung:
regelmäßige Teilnahme an allen Modulen
eine Demonstration (20 Minuten)

Wir empfehlen eine Supervision im Gruppensetting im Rahmen der Ausbildungswochenenden.

Kontakt & Anmeldung:
TSY Geschäftsstelle – Herrn Michael Pfahl
TSY-ingradual:registered: Dunemann-Pfahl GbR
Marienweg 17
41363 Jüchen-Damm
Telefon: 02182-570 3088
E-Mail: info@traumasensiblesyoga.de
www.traumasensiblesyoga.de